Die Diagnose Demenz lässt sich zuverlässig stellen, sofern umfangreiche Untersuchungen stattgefunden haben. Natürlich ist nicht jede Vergesslichkeit ein Anzeichen von Demenz, und ebenso hat jeder schon Wortfindungsstörungen erlebt.

Dennoch ist eine frühzeitige Diagnostik wichtig: auch wenn die Ursache für Demenzen noch nicht klar erforscht ist, kann eine rechtzeitige Therapie die Folgen verzögern oder abmildern.

 

 

In seinem Vortrag zur Diagnostik von Demenz am 15.09.2016 berichtete Dr. Lott, dass zwischen zwei Hauptformen der Demenzen zu unterscheiden ist: primäre und sekundäre. Der Ursprung der primären Demenz liegt im Gehirn. Bekanntestes Beispiel ist die Alzheimer'sche Erkrankung mit zunehmendem Abbau der Großhirnrinde. Sekundäre Demenzen sind Symptome für Stoffwechselerkrankungen, z.B. Funktionsstörungen der Schilddrüse, Diabetes mellitus. Die sog. vaskuläre Demenz basiert auf Durchblutungsstörungen, die z.B. durch Schlaganfälle oder Embolien verursacht wird.

Zunächst werden im Rahmen der Diagnostik üblicherweise die einfachsten, aber informativsten Untersuchungen (sog. neuropsychologische Tests) genutzt, die dann durch bildgebende Diagnostik (cCT oder cMRT) vertieft werden. Blutuntersuchungen können eventuell vorliegende Stoffwechselstörungen als Ursache der Demenz belegen oder eben ausschließen. Am Ende der Diagnostikkette kann eine Untersuchung des Nervenwassers (Liquordiagnostik) notwendig sein. Diese Untersuchung ist auch erforderlich, um eine behandelbare Demenz festzustellen; denn auch die gibt es, wenn sie auch sehr selten ist.

 

Erste Ansprechpartner sind in aller Regel die Hausärzte, die eine orientierende Diagnostik betreiben und an weitere Fachärzte, insbesondere Neurologen, überweisen. Eine genaue Diagnostik ist von zentraler Bedeutung für die weitere Therapie.

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